Ausgeknockt auf dem Eifelsteig

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Das Leben an und für sich

Der Eifelsteig trägt seinen Namen nicht ohne Grund: es ist kein Eifelweg oder Eifelpfad, nein, es geht durchaus knackig bergan und bergab auf der Strecke von Aachen nach Trier. Wenige werden die kompletten 330 km am Stück abreißen wollen, aber auch für kleinere Etappen kann eine gewisse Restfitness nicht schaden.

Eigentlich wollten mein Wanderkumpan Boris und ich in 7-8 Tagen von Gerolstein nach Trier wandern. 140 statt 330 Kilometer, das sollte zu schaffen sein. Wie immer packt man sich den Rucksack natürlich zu voll, und bei unerwarteter Sommerhitze im April (die Eifel ist ja eher bekannt für suboptimales Wetter) hat man mit jedem Kilo zu kämpfen. Der Start in Gerolstein geriet noch vielversprechend, auch wenn Gerolstein ein unglaublich häßliches Kaff ist – da mag sich das Regiomarketing noch so sehr ins Zeug legen.

Letztlich hat uns dann ein banaler Norovirus nach 2 Wandertagen den Garaus bereitet – so zumindest meine „Virenthese“. Wanderkumpan B. vertritt die „Nahrungsmittelthese“, bzw. vermutet, unsaubere Küchenhygiene in einem Pützborner, äh, Landgasthof (andere nennen es Absteige) sei Schuld an der Misere. Auch das kann sein, grüssten uns doch vom Teller nicht nur Leberkäse, Schnitzel und Kartoffeln, sondern auch etliche Haare der Köchin, die nicht immer nur vom Haupthaar stammen konnten, sondern auch teilweise krauser Natur waren (need I say more?). Wie auch immer: aus die Maus nach 2 Tagen Urlaub, Dehydration, Fieber und Kreislaufkollaps. Dennoch Happy End: feinem Osterwetter sei Dank werde ich mit meiner Frau noch 2 feine Tage im Spessart verbringen – wo es hoffentlich mindestens ebenso schöne Landschaften zu bestaunen gibt wie in der Eifel.

  • Tomasz

    Und wie geht es der nun völlig haarlosen Köchin?

  • Helgescarstens

    Möge sie in der Hölle schmoren. Grüße aus dem Spessart 😉

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