Investorengespräche mit der Tochter

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Es herrscht Anlagenotstand in Deutschland. Staatsanleihen, Festgeld – alles uninteressant. Was bleibt noch? Die gute alte Aktie. Da ich aber beim Stockpicking seit 10 Jahren nicht wirklich mehr Geschick bewiesen habe als der berühmte Affe, der Dartpfeile auf den Kurszettel abfeuert, werde ich in Zukunft dazu übergehen, einfach Jula (3 Monate alt) als Sparringpartner zu nehmen. Das lief bisher ganz gut:

SCA (Svenska Cellulosa Aktiebolaget)

Frage an Jula, das Investmentorakel: „Jula, möchtest Du Aktionärin eines weltweit führenden Klopapier- und Windelherstellers sein?“ Schweigen Julas, das ich im Sinne einer Opt-Out-Logik als klare Kaufempfehlung interpretiert habe.

Pentair Inc:

Frage an Jula: „Jula, möchtest Du Aktionärin eines Unternehmens sein, dass sich auf Rechenzentrumskühlung, Flüssigkeits- und Strömungstechnik spezialisiert hat?“ Antwort Julas, die gerade einen Sprung in der Sprachentwicklung vollzogen hat: „Aaar-guurr-aaaaaaaaa-pft!?“

Auch wenn ich ihren Kommentar inhaltlich nicht ganz nachvollziehen konnte, war ihr Tonfall doch eindeutig: „Finger weg. Wie willst Du sonst mein Elektroauto zum Abitur finanzieren?„. Vielleicht sollte ich die Aktie aber auch einfach auf Wiedervorlage legen und anders einführen: „Jula, willst Du Aktionärin eines Unternehmens sein, das z.B. den Kindern in Afrika sauberes Wasser bringt?“ Ja, das könnte funktionieren….