Warum die Veränderung der Lesegewohnheiten nicht nur Romanciers und Lyriker trifft, sondern auch Marktforscher

Meine bessere Hälfte und ich waren neulich auf der Buchmesse. Mirjana und Klaus Wittmann, Verwandte meiner Frau, bekamen für ihr übersetzerisches Lebenswerk (Übersetzungen von Texten aus der sogenannten „Jugosphäre“, v.a. des Serben David Albahari) den Paul-Celan-Preis des Deutschen Literaturfonds. Beim anschließenden Essen im „Orfeo’s Erben“ wäre das naheliegende Small-Talk-Thema natürlich „Übersetzung“ gewesen, aber in unserer Tischecke, in der u.a. der Geschäftsführer des Literaturfonds und Michael Martens von der FAZ Platz nahmen, ging es dann um die Dauerbrennerthemen überhaupt im Literaturbetrieb: Wer liest eigentlich noch? Wie lang dürfen Texte heute noch sein? Und sind preiswerte E-Reader wie der neue 99-Euro-Kindle der Weg aus der „Lesekrise“, die sich darin äußert, dass der statistische Durchschnittsdeutsche pro Jahr nur noch 1 Buch liest?

 

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